Gelöbnisprozession am
Sebastians-Sonntag

Abenberg erfüllte 290 Jahre altes Versprechen

Weg führte von Pfarrkirche zur Stillakirche, im "heiligen Jahr der Barmherzigkeit" Jubiläumskirche

Bilder: Karlheinz Hiltl

ABENBERG (hi) - Wie vor 290 Jahren von der Pfarrgemeinde und der Bürgerschaft versprochen, fand am vergangenen Sonntag in Abenberg wieder die Sebastians-Gelöbnisprozession statt. Um den Menschen der Stadt Zeugnis hierüber zu geben, wurde die Monstranz mit dem hochheiligen Leib Christi durch die Straßen getragen.

Der Weg führte diesmal von der katholischen Stadtpfarrkirche St. Jakobus über Marktplatz, Steinweg, Prälat-Sperber-Platz vorbei an Seniorenzentrum St. Josef und Mädchenrealschule, um im Zeichen der Demut und Buße durch die "Heilige Pforte" in die Stillakirche einzuziehen. Im "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit" wurde die dem Apostel Petrus geweihte Kirche mit dem Grab der seligen Stilla von Bischof Gregor Maria Hanke zur Jubiläumskirche ausgerufen.

Es war im Jahr 1726, als die Pest in Abenberg besonders viele Menschen hinwegraffte. Aus purer Verzweiflung wendete sich die Pfarrgemeinde in ihren Fürbitten an den heiligen Sebastian, der schon seit dem 7. Jahrhundert als Patron gegen die Pest verehrt wurde. Zusammen mit der Abenberger Bevölkerung gelobte die Pfarrgemeinde, jährlich eine feierliche Prozession mit dem Allerheiligsten am Sebastians-Sontag durchzuführen, sollte sie aus ihrer großen Not errettet werden.

Sebastians-Sonntag ist der Sonntag nach dem Sebastianstag, dem 20. Januar.

Während der Andacht in der Stillakirche ging Pfarrer Stefan Brand in seiner Predigt ein auf das Leben und Wirken des Heiligen und die Legende, die sich um seine Person rankt. In Fürbitten und Gebet mit eingeschlossen wurde die selige Stilla, Stadtpatronin und Diözesanheilige. Danach führte der Prozessionszug zum Empfang des kirchlichen Segens zurück zur Pfarrkirche St. Jakobus.

Zuletzt bearbeit am Freitag, 17. November 2017 von W.Horst.