Goldkommunion 2016

Glaubenserneuerung nach 50 Jahren Erstkommunion

In der katholischen Pfarrgemeinde St. Jakobus in Abenberg wird seit Jahrzehnten am Weißen Sonntag Goldkommunion gefeiert

Goldkommunion 2016 DSC_0225-1aS Foto Hiltl

Foto: Karlheinz Hiltl

Links der liturgische Dienst mit Zelebrant Pfarrer Stefan Brand (dritte Reihe, Dritter von links), Diakon Alexander Michel (links daneben), Ministranten. Daneben die Goldkommunikanten (erste Reihe von links): Ingrid Draxler (geborene Pfefferlein), Gabriele Bauer (Zörndlein), Stilla Weiß (Friedrich), Anita Lang (Billing), Renate Kraft (Wechsler), Marion Reif (Degwitz), Sonja Lang (Buresch), Gerhard Hörauf, Reinhard Kern, Gunther Lederer.

Zweite Reihe von links: Karin Nißlein (Schmidt), Rosalinde Gruber (Schnabel), Maria Leupold (Zeiner), Christiane Rock-Möller (Rock), Stilla Tauschek (Knoll), Edeltraud Beckstein (Zeiner).

Dritte und vierte Reihe:  Horst Häuser, Margot Friedrich (Grünwald), Ingbert Heiling, Brigitte Beierlein (Scheidel), Ludwig Sterner, Jutta Brechtelsbauer (Bayer), Willi Simeth, Ilse Börschlein (Reichmacher), Georg Krämer, Helmut Zenker, Richard Biegler, Otto Holzschuh.

Fünfte und sechste Reihe: Thomas Martin, Manfred Simeth, Otto Schütz, Hermann Paul, Reinhard Biburger, Erich Reif, Klaus Ladewig, Gerhard Kuhn, Johannes Kern.

ABENBERG (hi) - Während in den meisten katholischen Pfarrgemeinden der Diözese Eichstätt am Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern, Neunjährige das Sakrament der Ersten heiligen Kommunion gespendet bekommen, feiern in Abenberg nach 50 Jahren die Kommunionkinder von einst ihre Goldkommunion. Es hat Tradition, auch die evangelischen Mitchristen zur Mitfeier einzuladen.

Von den einst 66 SchülerInnen der Geburtsjahrgänge 1956/57, von denen sieben bereits verstorben sind, folgten 38 dem Ruf der Organisatoren Anita Lang, Brigitte Beierlein, Gerhard Hörauf, Georg Krämer und Herbert Watzl.

Den feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakobus, von der Männerschola unter der Leitung von Herbert Watzl gesanglich und von Jubilaren liturgisch (Lesung, Fürbitten, Totengedenken) mitgestaltet, zelebrierte Pfarrer Stefan Brand. Er machte die Geschichte vom Ungläubigen Thomas zum Inhalt seiner Predigt und betonte, dass dieser richtigerweise gar kein Ungläubiger gewesen sei, sondern eher ein Zweifler, was Jesus zu der Aussage veranlasst habe: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben". Am Ende seiner Rede wünschte Pfarrer Brand allen Jubilaren "Freude in Glauben, Freude an Christus selbst".

Nach dem Mittagessen im Landhaus Kaiser gedachten die Jubilare mit einem gemeinsamen Gräbergang in den nahen Friedhof ihrer verstorbenen Mitschülerinnen und Mitschüler. Beim anschließenden Kaffeetrinken gab es viel zu erzählen, obwohl das Leben niemanden der Anwesenden in die weite Welt hinaus verschlagen hatte. Jubilar Horst, der im oberpfälzischen Pyrbaum zu Hause ist, hatte mit 38 Kilometern noch die weiteste Anreise.

Text und Bild: Karlheinz Hiltl

Zuletzt bearbeit am Freitag, 17. November 2017 von W.Horst.