Goldkommunion 2017

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben

Goldkommunion am Weißen Sonntag ist Tradition in Abenberg - Pfarrer Stefan Brand zelebrierte Jubiläumsgottesdienst, Männerschola sang Waldlermesse

Goldkommunion Jg. 1967 DSC_9226-1bS Foto HIltl Kopie

33 von einst 61 Schülerinnen und Schülern der Geburtsjahrgänge 1957/58 folgten der Einladung des Organisationsteams zur Mitfeier der Goldkommunion in Abenberg. Das Foto entstand vor dem Kriegerdenkmal am Aufgang zur Stadtpfarrkirche St. Jakobus in Abenberg. Erste und zweite Reihe von links: Pfarrer Stefan Brand, Josef Höfling, Anita Reif (geborene Wechsler), Dr. Cornelia Behninger (Kraus), Antonia Miehling, Agathe Schmidler (Schütz), Hedwig Dittrich (Lechner), Maria Heckl, Michaela Götz, Elfriede Scheidel, Stilla Santos (Burger), Anneliese Gentele (Höfling), Helene Scheriau (Anders), Agathe Huber (Saller), Claudia Biburger (Hoch), Brunhilde Ehard (Höfling), Roswitha Schott (Kriegbaum), Herbert Geßler, Georg Hallmeyer, Horst Kratzer. Dahinter (von links): Helmut Zenker, Peter Zimmermann, Jürgen Stemmer, Josef Ruhsam, Werner Martin, Helmut Munique, Herbert Bauer, Peter Finweg, Waltraud Tauschek, Gabriele Zettl (Pfeiffer), Claudia Kern (Grünwald), Dr. Walter Buckl, Norbert Nagel, Konrad Weißmann.

ABENBERG (hi) - Der Weiße Sonntag (erster Sonntag nach Ostern) ist für viele katholische Pfarrgemeinden in der Diözese Eichstätt der Tag der Erstkommunionfeier. In Abenberg wird an diesem Tag nach jahrzehntelangem Brauch die Goldkommunion gefeiert, so auch heuer. Die Spende der Ersten heiligen Kommunion erhielten die Jubilare vor fünfzig Jahren von Pfarrer Willibald Schrötz.

Fünfzehn Männer und 18 Frauen waren der Einladung des Organisationsteams, das aus Josef Höfling, Georg Hallmeyer, Anneliese Gentele, Werner Martin und Horst Binder bestand, zur Mitfeier des Jubiläumsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Jakobus gefolgt. Zelebriert hat diesen Pfarrer Stefan Brand, gesanglich mit der Waldlermesse beeindruckend umrahmt von der Männerschola unter der Leitung von Herbert Watzl.

Herzlich eingeladen waren auch die evangelischen Mitchristen. Den acht Verstorbenen der einst 61 Schülerinnen und Schüler wurde in Fürbitten gedacht und für jede/n von ihnen eine Kerze angezündet.

In seiner Predigt nahm Pfarrer Brand Bezug auf das Johannes-Evangelium und auf Thomas, den Zweifler, der die Auferstehung Jesu erst glauben wollte, als er sich selbst von der Echtheit der Wundmale überzeugen konnte. Am Ende gratulierte der Geistliche den Jubilaren im Namen der ganzen Pfarrgemeinde und wünschte, dass jedem der Glaube erneuert werde, dass Jesus jedem ganz persönlich begegne, "dass wir spüren, der Auferstandene kommt auch zu mir".

Nach dem Mittagessen im Landhaus Kaiser führte der Weg in den nahen Friedhof zur Gräbersegnung der verstorbenen Mitschüler/innen. Danach war beim Kaffeetrinken hinreichend Zeit für Gespräche untereinander, die im Alltag kaum gepflegt werden können. Die meisten wohnen zwar in Abenberg oder in der näheren Umgebung, doch auch dem Peter aus Heidenheim, Peter und Walter aus Eichstätt oder Cornelia, als promovierte Marktanalytikern Mitglied der Stabsabteilung der Siemens-PG und in Forchheim zuhause, war der Weg für ein Wiedersehen in der alten Heimat nicht zu weit.

Bild und Text: Karlheinz Hiltl

Zuletzt bearbeit am Freitag, 17. November 2017 von W.Horst.