Jubiläumskonzert zum 30-jähriges Bestehen
der Männer-Schola

Beeindruckendes Jubiläumskonzert in der Stadtpfarrkirche

Anlass war 30-jähriges Bestehen der Männerschola - Auch Frauenchor "New Spirit" wirkte mit

k-30 J Männerschola - Jub.-Konz. DSC_7996-1a Foto Hiltl

Mit einem großartigen Jubiläumskonzert feierte die Männerschola der Pfarrei St. Jakobus Abenberg ihr 30-jähriges Bestehen. Von links: Werner Nißlein, Georg Miehling, Peter Zwack, Hans Winkler, Hans May, Josef Fuchs, Josef Höfling, Wolfram Horst, Hans Hofmann, Thomas Reichenberger und Chorleiter Herbert Watzl

ABENBERG (hi) - Mit einem gefühlvoll zusammengestellten Programm an kirchlichen und weltlichen Liedern hat die Männerschola der katholischen Pfarrei Sankt Jakobus Abenberg am vergangenen Sonntag in der Stadtpfarrkirche zusammen mit dem Frauenchor "New Spirit" ein Jubiläumskonzert anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens gegeben. Der musikalische Hochgenuss am Abend des Christkönigssonntags im Gotteshaus war zugleich ein schöner und angemessen niveauvoller Abschluss des zu Ende gehenden Kirchenjahres.

Es war im Januar 1988, als der damalige Pfarrer Georg Brenner die "Schola" (lateinischer Begriff für "Schule") gründete. Eine Gesangsgruppe sollte es sein, die gregorianische Gesänge in Form von lateinischen Choralmessen und Psalmgesängen vorträgt.

Mittlerweile hat die Schola ein breites Spektrum an Liedgut, das vom klassischen Choral bis zu mehrstimmigen Liedern im kirchlichen Bereich (klassisch und modern) reicht. Hierzu zählen bekannte Stücke aus dem liturgischen Bereich und Marienlieder. Bekannte Vorträge sind auch die "Waldlermesse" oder die "Marienmesse". Kostproben des aktuellen Könnens waren im anschließenden Konzert zu hören.

Chormitglied und Kantor Thomas Reichenberger trat an den Ambo, um in fortbildungs¬bedingter Abwesenheit des "Hausherrn", Pfarrer Stefan Brand, die Besucherinnen und Besucher sowie Chorgründer Brenner (derzeit Pfarrer in Ingolstadt-Friedrichshofen) mit einem artigen "Grüß Gott" willkommen zu heißen. Danach gab er einen kurzen Einblick in die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des derzeit aus elf Mitgliedern bestehenden Männerchores. Seit über 20 Jahren ist Herbert Watzl der musikalische Leiter. Werner Nißlein, Josef Höfling und Thomas Reichenberger sind verbliebene Gründungsmitglieder. Die Stücke werden meistens dreistimmig vorgetragen (erste und zweite Tenor- und Bassstimme).

Ein besonderer Willkommensgruß und ein herzliches Dankeschön für die Zusage galt dem zur Mitgestaltung eingeladenen und seit 23 Jahren bestehenden Frauenchor "New Spirit" mit seiner Leiterin Schwester Beate Nieberler. Zusammen mit Susanne Tauscher begleitete die Klosterfrau den Chor auf der Gitarre instrumental. Gestylt in einheitlicher Kleidung waren die 18 Frauen und ihre Stimmen ein klangvoll-harmonischer Kontrast in der überaus gelungenen und abwechslungsreichen Programmfolge.

Den ersten Block in der gut gefüllten Pfarrkirche begann die Männerschola mit fünf kirchlichen Liedern. "Im Namen des Vaters" und "Mein Herr und mein Gott" waren zu hören, ein Gebet von Bruder Klaus (Nikolaus von der Flüe). Danach dann der Frauenchor. Dem "Gib mir die richtigen Worte", "Meine Seele preist" und "Danke!" folgte "Companions on the journey" (Brecht das Brot und teilt das Leben), ein amerikanisches Gabenlied.

Mit "Sage Dank und lob den Herren" sowie "Brich das Brot" intonierte die Männerschola Lieder aus einer modernen Spiritualmesse. "Lobpreiset unseren Gott" und "Danket dem Herrn" folgten.

Bei zunehmender Vortragsdauer war sprichwörtlich das Knistern zu spüren, das nach mehr von dem Gehörten verlangte und sich auf der Seele der Anwesenden breit machte. Das Lied  "Möge die Straße uns zusammenführen" (Irischer Segen) war gut geeignet, die Aufmerksamkeit weiter zu steigern. Den Sängern diente es als Spannungslöser trotz höchster Konzentration.

Was folgte war ein Block moderner Lieder". Lauter "Ohrwümer", die "New Spirit" zum Besten gab. Für Zuhörende geeignet, sich mit den Sängerinnen zu identifizieren und zu einer Einheit zu verschmelzen.

Eine nochmalige Steigerung dann zum Schluss, "Gänsehautfeeling" inklusive. Die Männerschola interpretierte das "Magnificat", ein als "Lobgesang Mariens" bekanntes Canticum aus dem Evangelium nach Lukas,  dann "Ave Glöcklein". Das Tenorsolo übernahm Thomas Reichenberger. "Ich bete an die Macht der Liebe", das "Ave Maria" und die "Heilige Nacht" lösten einen Beifallssturm aus, wie er in einem Gotteshaus nur selten zu hören ist.

Das Lied "Schwarze Madonna" als Zugabe offenbarte die gesamte Gewalt der einzelnen Stimmlagen des Männerchores.

Dass jeder Abend eine Enderfahrung hat, demonstrierten beide Chöre zum Finale mit dem Kanon "Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden". Gesamtchorleiter Herbert Watzl gelang es meisterlich, das Publikum als dritte Stimme mit einzubeziehen. Damit ging ein so gar nicht erwarteter Abend zum Genießen zu Ende, der zugleich einstimmte auf die nun bevorstehende Vorweihnachtszeit.

 

Weitere Bilder:

Bilder und Text: Karlheinz Hiltl

Zuletzt bearbeit am Montag, 3. Dezember 2018 von W.Horst.