Kräuterbüschelweihe an Maria Himmelfahrt
Kräuterbüschelweihe St. Jakobus Abenberg_DSC3460-1 Foto Hiltl

Foto: Karlheinz Hiltl
Nach der Kräuterbüschelweihe versammelten sich die Gläubigen vor dem Kriegerdenkmal  mit Pfarrer Josef Mederer und den Ministranten zum Erinnerungsfoto.

ABENBERG (hi) – Dass Brauchtum im überwiegend katholischen Abenberg hochgehalten wird, belegt die große Zahl von gläubigen Christen, die am Festtag „Maria Himmelfahrt“ (15. August) mit ihren Kräuterbüscheln zum Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Jakobus gekommen ist, um diese von Pfarrer Josef Mederer (Pfarreienverbund Abenberg-Spalt), dem  Vertreter von Pfarrer Stefan Brand, weihen zu lassen.

Es ranken sich viele Geschichten um dieses Brauchtum. Trotz mancher Umdeutungen im Laufe der Jahrhunderte haben sich etliche Motive aus dem Volks- (und Aber-)glauben bis zum heutigen Tage erhalten. So sollen die farbenfrohen Kräuter- und Blumengebinde unter anderem nicht nur den Menschen und Nutztieren bei Krankheiten helfen, sondern auch vor Unwettern und Unglücksfällen schützen. Für die katholische Kirche ist die Kräuterweihe vor allem Ausdruck zur Achtung der Schöpfung und die Heilkraft der Kräuter ein Symbol für die Zuwendung Gottes an den Menschen.

Wie schon in den Jahren vorher hat der Frauenbund auch diesmal den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern angeboten, gegen eine kleine Spende einen oder gleich mehrere der 80 Kräuterbüschel zu erstehen, die wenige Tage zuvor im katholischen Jugendheim gebunden wurden.

In seiner Predigt ging Pfarrer Mederer ein auf kirchengeschichtliche Zusammenhänge und Hintergründe und stellte fest, dass das Hochfest „Maria Himmelfahrt“ das älteste Marienfest ist. Zum Ende hin bezeichnete der Geistliche „Marias Lobpreis“ als die Erkenntnis darüber, dass der Mensch nur dann groß sein könne, “wenn auch Gott groß ist“, und erläuterte vorher den Weg zu dieser Erkenntnis.

Zuletzt bearbeit am Mittwoch, 17. August 2022 von W.Horst.