Mariä Himmelfahrt 2017

ABENBERG (khi) - Die Segnung von Kräuterbüscheln am Festtag "Maria Himmelfahrt" (15.8.) ist ein Jahrhunderte alter Brauch, der im überwiegend katholischen Abenberg gepflegt wird wie eh und je. Heuer schien die Zahl der Gläubigen, darunter viele Kinder, noch größer geworden zu sein, die traditionell Kräuter aus Feld, Flur und Garten, gemischt mit bunten Blumen, als gebundenen Strauß in die Pfarrkirche St. Jakobus trugen, um ihn nach dem Festgottesdienst von Pfarrvikar Pater Binod weihen zu lassen.

Viele Besucher bedienten sich aber auch des Angebotes des Frauenbundes, der zum gemeinsamen Kräuterbüschelbinden am Vortag in das katholische Jugendheim eingeladen hatte. 80 farbenfrohe Gebinde aus bunt blühenden Kräutern und Blumen, wie der August sie zu bieten hat, sind so entstanden. Alle versehen mit Königskerze im Zentrum des Pflanzenbündels, einer leuchtend gelben Sonnenblume neben dem für die Gegend üblichen Hopfenstrauß und den vier Hauptgetreidearten.

Die katholische Kirche betrachtet die Kräuterweihe vor allem als Ausdruck zur Achtung der Schöpfung und die Heilkraft der Kräuter als Symbol für die Zuwendung Gottes an den Menschen. In seiner Predigt nannte Pater Binod den Grund zur besonderen Marienverehrung: Gott habe in Liebe herabgesehen auf seine demütige Magd und sie erwählt, die jungfräuliche Mutter des Erlösers Jesus Christus zu werden. "Nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes wurde sie mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen". An diesem Festtag freue sich die ganze Kirche.

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Bild: Die Brauchtum pflegenden Gläubigen in Abenberg stellen sich am Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche St. Jakobus mit Segenspender Pfarrvikar Pater Binod Puthenpurakkal und den Ministranten zum Erinnerungsfoto

Text und Bild: Karlheinz Hiltl

Zuletzt bearbeit am Montag, 25. September 2017 von W.Horst.