Stillafest 2017

Im Jubeljahr ein besonderes Stillafest

ABENBERG (ko) - Mit Bischof Dr. Gregor Maria Hanke, Eichstätt, konnte in Abenberg ein beeindruckendes Jubiläums-Stillafest gefeiert werden: 90 Jahre Seligsprechung der Stadtpatronin und Bistumsheiligen.

Nicht allein die beachtlich große Besucherzahl aus Abenberg selbst zum Stillatag, sondern vor allem auch die Fuß- oder Rad-Wallfahrergruppen aus Stirn, Mühlstetten, Rednitzhembach, Obererlbach, Spalt, Veitsaurach und Wolframs-Eschenbach, die alle zu früher Morgenstunde sich auf den Weg gemacht hatten, fanden gerade noch Platz im Marienburg-Klosterhof, nachdem sie am Klosterberg von der Maria-Hilf-Kapelle aus feierlich zur Stillakirche geleitet wurden.

Stadtpfarrer Stefan Brand begrüßte die große Schar aller Stillapilger und besonders Bischof und Festprediger Dr. Gregor Maria Hanke, Eichstätt.

In seiner Predigt betonte der Bischof „Wie Stilla vor 900 Jahren gehandelt hat, ist auch heute noch richtig. Aus dem Glauben leben und den Menschen, die der Hilfe bedürfen, helfen.“ Viele würden heute verkennen, was die Vorbildfunktion der Heiligkeit eines Menschen ausmache. „Wir sollten Stilla als normalen gläubigen und helfenden Menschen sehen, Jesus im Leben „umzusetzen“, wie auch Willibald, Walburga, Theresa von Avila, Franziskus und Mutter Teresa gehandelt haben. „Bei allen finden wir Züge von der Botschaft Jesu, bei Stilla war es besonders der Akzent der Barmherzigkeit".

Der Mensch muss sich ein Ziel vornehmen, um letztlich sein Lebensziel zu erreichen. Gehen wir diesen Weg, Stilla ist uns dazu ein konkretes Vorbild! Sehen wir diese 90-Jahrfeier der Seligsprechung als Zukunftsfest, sehen wir sie als ein Werkzeug, als ein glühendes Eisen, das sich formen lässt zur Berufung!

Eine Kindergruppe kam zum gemeinsamen Vaterunser zur Altarinsel und erzählte, dass Stilla wie ein Engel den Armen geholfen hat. Mit Gemeindereferentin Karola Maderholz und Schwester Vincentina hatten die Kinder Stilla als Engel kennen gelernt, ein kleines Stillalied trugen die Kinder dabei vor. Pfarrer Brand überreichte am Schluss des Festgottesdienstes, der von der Blasmusik DJK Abenberg musikalisch gestaltet wurde, eine von den Schwestern des Klosters geschmückte Stillakerze.

Auch zur Festtags-Stilla-Andacht mit Pater Binod und Pfarrer Brand waren wieder sehr viele Gläubige aus Abenberg und sogar aus den Eichstätter Nachbardiözesen Würzburg, Bamberg und Regensburg gekommen.

Mit der Stilla-Reliquie wurde, wie schon am Vormittag, die Segensfürbitte gespendet. An der Klosterpforte hatten die franziskanischen Abenberger Schwestern einen vielgestalteten Missionsbasar vorbereitet, der viel Interesse fand. Eine Besonderheit dabei: die Stillakerzen und Stillaherzchen.

 

Ein Stillabild zum Namenstag für jede Stilla.

Groß war die Schar der Frauen am Festtag mit dem Namen STILLA (auch Zweitnamen Stilla), die von der Pfarrgemeinde durch Pfarrer Brand und Bischof Hanke im Klosterrefektorium je ein Stillabild persönlich überreicht bekamen: eben dieses besondere und wohl bekannteste Stillamotiv des berühmten Malers Matthäus Schiestl aus dem Jahre 1927. Da die vorbereitete Zahl der Bilder gar nicht ausreichte, werden diese an die Stilla-Namensträgerinnen in Abenberg nachgereicht.

 

Bilder:

Text: Franz Kornbacher
Bilder: Karlheinz Hiltl

Zuletzt bearbeit am Freitag, 17. November 2017 von W.Horst.